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Warum wir schnarchen und was wir dagegen tun können

Anja

Auch wenn es eigentlich Nachtruhe heißt, verläuft nicht jede Nacht ruhig. Schätzungen zufolge schnarcht jeder zweite Erwachsene gelegentlich und jeder fünfte regelmäßig. Speziell für den Bettpartner ist diese hohe akustische Belastung oft nicht zumutbar und kann sogar gesundheitsschädigend sein. Im Netz kursieren viele Lösungsvorschläge gegen das Schnarchen. Was tatsächlich helfen kann und was überhaupt die Ursachen sind erfahren Sie hier.

Wann spricht man überhaupt von Schnarchen?

Laut Definition bezeichnet Schnarchen ein Atemgeräusch. Es entsteht während des Schlafes zwischen der Nasenspitze und den Stimmbändern. Dabei beginnen Gaumensegel, Zäpfchen und Zungengrund zu vibrieren und es entsteht das bekannte „Schnarchgeräusch“.

Wieso schnarchen wir?

Die Ursachen sind vielfältig und treten meist zeitgleich in Kombination auf, dadurch wird das Schnarchen noch verstärkt. Grundsätzlich liegt die Ursache bei Erwachsenen an einer Einengung der oberen Atemwege. Der Atemstrom wird abgebremst und der notwendige „Luftpolster“ hinter Gaumensegel, Zäpfchen und Zungengrund wird kleiner. Dadurch beginnen diese zu vibrieren – die Folge: wir schnarchen.

Schnupfen, anatomische Veränderungen, Kieferfehlstellung, eine Muskelschwäche der oberen Atemwege, vergrößerte Mandeln oder Gaumenzäpfen können der Auslöser sein, warum es zu einer Verengung der Atemwege kommt.

Rauchen oder Übergewicht können ebenfalls Schnarchen auslösen. Denn es kann zu einem Hochstand des Zwerchfells kommen. In diesem Fall kann sich die Lunge nicht wie gewünscht ausdehnen –  dementsprechend steht weniger „Luftpolster“ zur Verfügung.

Interessanterweise sind mehr Männer als Frauen betroffen. Das Risiko an Schnarchen zu leiden steigt mit dem Alter.

Schnarchen ist laut und schmerzhaft

Nicht nur beim Betroffenen selbst können Beschwerden, wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und Konzentrationsminderungen auftreten.

Auch beim Bettnachbar kann die akustische Belästigung zu Schlafproblemen führen. 40% der Befragten berichten, dass sie aufgrund des schnarchenden Partners zumindest einmal pro Woche in einem anderen Zimmer schlafen, 26% greifen auf Ohrenstöpsel und Schlafmittel zurück – 35% leiden dadurch sogar unter Beziehungsproblemen.

Erkrankung oder einfaches Schnarchen?

Ob es sich um einfaches, sogenanntes primäres Schnarchen, oder um obstruktive Schlafapnoe, eine schwerwiegende Erkrankung, handelt, muss unbedingt mit einem Arzt in einem detaillierten Gespräch abgeklärt werden. Dabei sind unter anderem bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schnarchdauer und Aufwachphasen zu besprechen.

Was tun?

Grundsätzlich ist Schnarchen meist keine Erkrankung im medizinischen Sinne. Eine Therapie ist also nur notwendig, wenn sie der Betroffene unbedingt möchte. Dabei sollte in einem ersten Schritt unbedingt auf konservative Verfahren zurückgegriffen werden.

Folgende Tipps konnten in einigen Fällen bereits Linderung schaffen:

  • Vermeiden Sie Alkohol und mächtiges Essen am Abend
  • Generell: Verzichten Sie auf Nikotin und Schlafmittel
  • Übergewichtige Personen sollten Ihr Gewicht reduzieren
  • Liegen Sie lieber nicht auf dem Rücken
  • Versuchen Sie sich einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus anzueignen
  • Bei Schnupfen helfen abschwellende Nasensprays– Vorsicht: Diese dürfen nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden!
  • Stärken Sie durch Sing- und Sprechübungen Ihre Muskulatur

Natürlich gibt es noch viele andere Hilfsmittel oder operative Eingriffe. Diese gilt es aber mit dem Arzt zubesprechen.

Übrigens: Die Kosten für die Abklärung beim Arzt werden normalerweise von der Krankenversicherung übernommen. Jedoch muss die Therapie in den meisten Fällen selbst bezahlt werden.

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Veröffentlicht unter GESUNDHEIT

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