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Schwerhörigkeit – Eine Einschränkung der Lebensqualität

Sara

Schwerhörigkeit ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft immer noch stigmatisiert ist. Dabei ist rund ein Fünftel der österreichischen Bevölkerung betroffen! Doch wie sehr schränkt Schwerhörigkeit die Lebensqualität wirklich ein?

5 wenig bekannte Fakten

Zunächst wird eine Hörminderung meist unterschätzt. Das Nachlassen der Hörfähigkeit kann ernste Folgen haben und soll auf jeden Fall genau geprüft werden – am besten mit einem Hörtest.

  • Das Gehirn kann verlernen, Geräusche zuzuordnen, die es lange nicht mehr gehört hat. Dadurch kann allzu langes Warten mit der Anschaffung eines Hörgeräts zum Problem werden.
  • Lautes Sprechen oder Schreien trägt meistens nicht dazu bei, dass ein Schwerhöriger Sie besser versteht.
  • Schwerhörigkeit führt zu sozialer Isolation.
  • Wenn der Hörverlust zunimmt, steigt auch das Risiko für Altersdemenz.
  • Hörgeräte können bei Tinnitus helfen.

Schwerhörigkeit ist nicht gleich Schwerhörigkeit

Zwei Arten von Gehörminderung gibt es – eine Schallleitungs- und eine Schallempfindlichkeitsschwerhörigkeit. Bei diesen wird wieder unterschieden zwischen akuten und chronischen Fällen.

Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit hören die Betroffenen zwar alle Tonfrequenzen, allerdings ist die Lautstärke abgeschwächt. Bei akuten Fällen lässt mit dem Verschwinden der Ursache auch die Hörminderung wieder nach.

Anders ist das bei einer Schallempfindlichkeitsstörung. Hier ist das Innenohr oft irreparabel geschädigt. So gehen die verschiedenen Tonfrequenzen in unterschiedlicher Stärke verloren. Ein Betroffener hört also zum Beispiel hohe Töne nicht mehr, während tiefere wie gewohnt erhalten bleiben. Eigentlich handelt es sich also um eine Fehlhörigkeit, frequenzgestörtes, gebrochenes Hören. Deshalb ist lautes Sprechen oder Schreien hier sinnlos: Die hohen Tonfrequenzen werden auch laut nicht registriert.

Typische Gründe für Schallempfindlichkeitsstörung sind Alterungsprozesse und jahrelange Lärmeinwirkung, doch die Zahl nimmt auch bei jungen Menschen aufgrund von extremen Musikhör-Gewohnheiten und Konzertbesuchen immer mehr zu.

Eine akut einsetzende Hörbeeinträchtigung wird meistens sehr rasch erkannt. Ein schleichendes Nachlassen der Hörfähigkeit bleibt aber oft sehr lange unbemerkt. Der Mensch gewöhnt sich an das langsam veränderte Hörbild. In diesem Fall nimmt auch der Umkreis die Schwerhörigkeit vor der betroffenen Person selbst wahr.

Hörtests schaffen Klarheit

Ein Hörgerät kann die Symptome deutlich lindern und gibt Betroffenen einen großen Teil ihrer Lebensqualität zurück. Außerdem sind moderne Hörgeräte weitaus leistungsfähiger als früher und dazu noch so klein, dass sie kaum noch auffallen.

Ein professioneller Hörtest ist also die ideale Vorsorge und schafft Sicherheit. Da das Gehirn verlernen kann, Geräusche zuzuordnen, die es lange nicht mehr gehört hat, ist eine rasche Diagnose sehr wichtig. Wenn man den Termin zu lange vor sich herschiebt, fällt die Gewöhnung an eine veränderte akustische Umgebung deutlich schwerer.

Einen kostenlosen Hörtest können Sie beispielsweise in einem der 121 Hartlauer Hörstudios absolvieren.

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Veröffentlicht unter HÖREN

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