Die nächsten Themen

Tipps für einen gesunden Rücken, die neuesten Gleitsichtbrillen, der große Pulsuhren-Vergleich und viel, viel mehr...

Die beliebtesten Beiträge

Fett erhält in Zeiten von Low-Carb einen Aufschwung

Anja

Zwischen verklärt und verteufelt: Wohl kaum ein anderes Lebensmittel ist so umstritten wie Fett. Warum aber spielt Fett bei der Low-Carb-Ernährung eine essentielle Rolle und warum rät uns der Hausarzt so oft zu weniger Fett? All das und mehr gibt’s im folgenden Blogbeitrag.

Die Low-Carb-Ernährung

Von einer Low-Carb-Ernährung spricht man, wenn sehr wenig bis gar keine Kohlenhydrate über die Nahrung aufgenommen werden. Viele Personen folgen diesem Ernährungstrend um abzunehmen. Durch die Reduktion der Kohlenhydrate stellt sich der Stoffwechsel um, der Blutzuckerspiegel bleibt konstant und der Fettabbau wird erhöht. Als Energielieferanten fungieren bei dieser Art von Diät Fett und Eiweiß. Kurzfristige Erfolge in den ersten ein bis zwei Jahren lassen sich wissenschaftlich gut belegen. Wie es um die langfristige Wirkung steht, ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Wozu braucht der Körper Fett?

Auch wenn Fett in unserer Gesellschaft seit Jahren verteufelt wird, ist es doch ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Denn es liefert Fettsäuren, welche vor allem vom Gehirn, dem Herz und den Augen benötigt werden und viele wichtige körperliche Funktionen erst ermöglichen. Weiters ist Fett erforderlich, um fettlösliche Vitamine wie Vitamin A, D, E und k verwerten zu können.

Wie viel und welches Fett ist gesund?

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt höchstens 30 Prozent des täglichen Kalorienbedarfs über Fett zu decken. Beispielsweise sollte eine erwachsene Frau mit einem Bedarf von 2000 Kilokalorien täglich nicht mehr als 78 Gramm Fett zu sich nehmen. Diese Menge entspricht ca. 5-6 Esslöffel voll Öl.
Welche Fette besonders schädlich für die Gesundheit sind, wird unter Experten immer noch diskutiert. Einig ist man sich zumindest bei Transfetten. Diese entstehen, wenn Fett verarbeitet wird, wie etwa beim Frittieren. Folglich sind sie besonders häufig in Fast Food zu finden und können im schlimmsten Fall zu Herzkrankheiten führen. Das Problem dabei: Transfette werden auf Verpackungen nicht als solche gekennzeichnet. Lediglich der Hinweis auf gehärtete Öle kann Aufschluss über deren Enthalt geben.
Fettsäuren, welche in Fleisch und Milchprodukten enthalten sind, werden von Experten als neutral bis ungünstig betitelt, da diese den Cholesterinspiegel erhöhen. Allerdings ist noch nicht geklärt, wie sich dies auf die Gesundheit tatsächlich auswirkt.
Als gesunde Fette hingegen gelten ungesättigte Fettsäuren. Diese sind hauptsächlich in Pflanzenölen und Nüssen enthalten. Besonders Omega 3 Fettsäuren haben einen sehr guten Ruf. Sie finden sich vor allem in Seefisch, Leinsamen und in geringer Dosis auch in Walnüssen.

Warum ist Fett so verteufelt?

Das Problem bei Fett ist, dass es so leicht überdosiert werden kann. Fett hat sogar ein leichtes Suchtpotential, denn es dient als Geschmacksträger und deshalb schmeckt den meisten Menschen fettiges Essen besser als leichte Kost ohne viel Fett. Da es aber eine extrem hohe Kaloriendichte aufweist, genauer gesagt 9 Kilokalorien pro Gramm, passiert es schnell, dass übermäßig viele Kalorien aufgenommen werden. Dies kann zu einer Gewichtszunahme und der Entwicklung von Fettpolstern führen. Langfristig werden bei starkem Übergebwicht Erkrankungen wie Herz-Kreislauf Leiden, Gelenkprobleme, Diabetes und sogar bestimmte Krebsarten begünstigt.

Fazit

Wie bei vielem anderen auch gilt: Die Dosis macht das Gift. Eine angemessene Menge an Fett ist sogar notwendig, um bestimmte Körperfunktionen zu ermöglichen. Wer aber dauerhaft zu große Mengen an fettreichen Nahrungsmitteln zu sich nimmt, der gefährdet die eigene Gesundheit und begünstigt im schlimmsten Fall schwerwiegende Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzkrankheiten.

Getagged mit: , , , , , , , , , , , ,
Veröffentlicht unter GESUNDHEIT

Kommentare