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Entspannt fliegen – ganz ohne Ohrenschmerzen

Anja

Fast jeder hat beim Fliegen schon einmal einen unangenehmen Druck auf den Ohren verspürt. Für alle, die öfter darunter leiden, gibt’s hier hilfreiche Tipps, wie der nächste Flug wieder entspannt wird – ganz ohne Schmerzen.

Wie entsteht das Druckgefühl?

Während der Start- und Landephase verändert sich der Luftdruck in der Passagierkabine. Bis die Reisehöhe erreicht ist, muss das Mittelohr ca. 20% seines Gasvolumens abgegeben, um den Druckunterschied auszugleichen. Normalerweise geschieht das durch eine passive Öffnung der Eustachischen Röhre, die das Mittelohr mit dem Nasenrachen verbindet.

Besonders bei der Landung kommt es zu Ohrenschmerzen, weil sich der Luftdruck in der Kabine erhöht, sodass im Mittelohr ein relativer Unterdruck entsteht. Das Trommelfell wölbt sich dabei nach innen, bis das Ohr das zuvor abgegebene Gasvolumen wiederaufgenommen hat. Zu einem sogenannten Barotrauma kommt es, sobald der Unterdruck einen kritischen Wert erreicht hat und der Luftstrom in das Mittelohr unterbrochen wird.

Das hilft!

Die Eustachische Röhre muss geöffnet sein, damit der Druckausgleich zwischen Umgebung und Mittelohr möglich ist. Beginnen Sie daher insbesondere in der Landephase mit Gähnen, Kauen oder Schlucken. Um die Bewegung zu erleichtern, können Sie z.B. Kaugummi kauen oder mehrere Schlucke trinken.  Beginnen Sie mit diesen Maßnahmen bevor die Beschwerden auftreten, um einen großen Druckunterschied zu vermeiden.

Sie sind erkältet oder leiden unter einer Allergie – die Schleimhaut in der Nase und im Nasenrachen ist angeschwollen? Dann sollten Sie viel trinken, um die Durchblutung der Schleimhäute zu verbessern. Auch abschwellende Nasentropfen können helfen, um den Druckausgleich in weiterer Folge zu verbessern.

Sie sind nicht krank und die typischen Kieferbewegungen helfen nicht? Machen Sie mehrmals hintereinander das „Valsalva-Manöver“: Atmen Sie ein und schließen Sie beim Ausatmen Mund und Nase, damit sich ein Druck im Nasenrachen aufbauen kann. So unterstützen Sie ebenfalls den Druckausgleich.

Besondere Risikogruppe: Babys und Kinder

Grundsätzlich fällt es Kindern schwerer den Druck auszugleichen, weil die Eustachische Röhre von der einer erwachsenen Person abweicht. Damit der Druckausgleich reibungslos funktioniert, sollten die Kleinen während der Landung gefüttert werden. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass sie während der Lande- und Startphase nicht schlafen, weil sich sonst die Eustachische Röhre noch seltener öffnet.

Gegen verstopfte Nasengänge hilft, wie bei den Großen, viel Trinken – nicht nur während der Start- und Landephase. Mit Milchfläschchen oder Tee ausgerüstet, können Sie Ihr Baby optimal bei Druckausgleich unterstützen. Denn das Saugen fördert das Öffnen der Eustachische Röhre.

Ohrenstöpsel können Abhilfe schaffen

Für Erwachsene und Kinder ab ungefähr einem Jahr gibt es spezielle Ohrenstöpsel, die den Druck mindern. So hat die Eustachische Röhre mehr Zeit auf den Druckunterschied zu reagieren – in Apotheken und am Flughafen erhältlich.

Fazit

Spezielle Unterstützung beim Fliegen brauchen eigentlich nur Kinder, Säuglinge und Menschen, die unter einer Erkältung oder Allergie leiden. Für sensible Ohren hilft es auszuprobieren, welche Methode für Sie die passende ist – manche schwören auf Gähnen und Co andere wiederum auf spezielle Ohrenstöpsel.

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Veröffentlicht unter GESUNDHEIT, HÖREN

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