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Entschlacken und Entgiften – sinnvoll oder Unsinn?

Anja

Die Fastenzeit und der Frühlingsbeginn sind oft ein willkommener Anlass für eine Entschlackungskur. Tatsächlich hört man gerade jetzt vermehrt vom Entgiften und Reinigen des Körpers, oft in Verbindung mit dem Versprechen, frisch und voll neuer Energie ins Frühjahr zu starten. Doch was steckt hinter dem Trend rund um Detox und Heilfasten, und ist es auch für jeden geeignet?

Was kann Entschlacken bringen?

Geht es um die Sinnhaftigkeit von Entschlackungskuren, so sind sich Experten uneinig. Grundsätzlich verfügt der Mensch ja über eine Reihe von Organen, zu deren Hauptfunktionen das Ausscheiden unerwünschter Stoffe zählt. Diese sind Leber, Nieren, Blase, Darm und Haut. Zahlreiche Wissenschafter streiten ab, dass Heilfasten zum Abbau von Schadstoffen oder gar giftiger Bestandteile beizutragen vermag. Andere wiederum halten folgenden Ansatz für denkbar: Der menschliche Körper ist nicht imstande, sämtliche Stoffwechselrückstände auszuscheiden und beginnt, Säuren und Schadstoffe im Binde- und Fettgewebe abzulagern. Falls diese allerdings bereits überlastet sind, würden die Deponien auf Knochen, Muskeln, Sehnen und Gelenke übergehen. In diesen Körperteilen ist kein Stoffwechsel möglich, daher sollen Entgiftungskuren helfen, die unerwünschten Stoffe abzubauen.

Wie entschlackt man richtig?

Wenn man sich für eine Fastenkur entscheidet, sollte man vor allem folgende Punkte bedenken: Ein gesunder Körper und gegebenenfalls eine Absprache mit dem Arzt sind wichtige Voraussetzungen. Im kleinen Rahmen kann man das Entgiftungsprogramm selbstständig zu Hause umsetzen. Dabei sollte man nicht länger als ein bis zwei Wochen dafür einplanen und darauf achten, dass man täglich genügend Wasser oder Kräutertee trinkt und ausreichend Bewegung macht. Und: es muss nicht immer nur Saft und Suppe sein! Diese Entschlackungskuren bringen Abwechslung sowie mehr Bewusstsein für Ernährung und können zu Hause gemacht werden:

  • Bei der Basendiät wird auf Kaffee, Alkohol, Fleisch, Süßigkeiten, Fast Food und dergleichen verzichtet und stattdessen frisches Obst und vor allem Gemüse gegessen. Der Vorteil: drei Mahlzeiten dürfen pro Tag auf dem Menü stehen, aber es sollte gesund und ausgewogen gegessen werden. Wichtig ist dabei, dass man nicht zu viel isst, sich Zeit lässt und ordentlich kaut.
  • Ayurveda, die alte indische Lehre vom Leben, bietet neben Maßnahmen wie Yoga und Meditation auch viele gesunde Rezepte, die helfen sollen, den Organismus zu reinigen. So wird empfohlen morgens ein Glas gekochtes Wasser trinkwarm einzunehmen und etwa mit Wasser aufgekochte Haferflocken mit geriebenem Apfel als Frühstück zu genießen. Mittags gibt es Gemüsegerichte mit Vollkornreis oder Dinkel, und abends eine bekömmliche Gemüsesuppe.
  • In der Kneippkur soll leichte und ausgewogene Ernährung in Verbindung mit Wasserbehandlungen dazu beitragen, den Körper ins Gleichgewicht zu bringen. Bewegung und Schwitzen sind besonders wichtig bei diesem Prozess. Wer sich vorab informiert, kann einige der bewährten Kneipp’schen Güsse, Bäder und Wickel zu Hause machen. Ein Beispiel wäre Wassertreten: Dabei lässt man kaltes Wasser in die Badewanne ein, sodass es im Stehen bis knapp unter die Kniekehlen geht. Dann eine halbe bis eine Minute auf dem Platz treten und anschließend die Füße gut wärmen.
  • Das Buchinger-Heilfasten sollte normalerweise in einem spezialisierten Kurzentrum beziehungsweise unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, denn dabei nimmt man bis zu vier Wochen lang nur verdünnte Obst- und Gemüsesäfte, leichte Brühen und Suppen sowie Kräutertee zu sich. Zu Hause sollte man diese Methode allerdings nur bei guter Gesundheit und keinesfalls länger als eine Woche anwenden. Der Vorteil: da man hierbei zwar Vitalstoffe, aber kein Fett oder Eiweiß aufnimmt, werden Verdauung und Stoffwechsel geschont.

Wagen Sie keine Experimente

Wer eine der oben erwähnten Methoden ausprobieren möchte, sollte sich vorab gut informieren und gegebenenfalls einen Essensplan erstellen. Es gibt noch zahlreiche weitere Fasten- und Entschlackungskuren, die oft mit Behandlungen wie zum Beispiel Darmspülungen verbunden sind und nicht im Alleingang ausgeführt werden dürfen. Dafür empfiehlt sich ein Aufenthalt in einem spezialisierten Kurzentrum.

Veröffentlicht unter GESUNDHEIT

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