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Diese Ernährungsregeln gehören der Vergangenheit an!

Sara

Die Wissenschaft überrascht uns immer wieder mit neuen Erkenntnissen, die uns gar nicht selten auch im täglich Leben nützlich sind. So haben sich auch altbekannte Ernährungsempfehlungen in den letzten Jahren geändert. Lesen Sie hier, welche Ernährungsregeln der Vergangenheit angehören!

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) formuliert bereits seit den 1950er Jahren zehn Ernährungsregeln, die regelmäßig aktualisiert werden. Ihr österreichisches Pendant – die ÖGE – gibt ähnliche Ernährungsempfehlungen ab.

Mehr Gemüse als Obst

Die Empfehlung, dass man fünfmal am Tag zu Obst und Gemüse greifen soll, gibt es ja schon länger. Da Obst aber – je nach Fruchtzuckergehalt – mittlerweile als Dickmacher gilt, wurde diese Regel auf dreimal pro Tag Gemüse und zweimal Obst spezifiziert. Die DGE verweist ausdrücklich auf Hülsenfrüchte, wie Kichererbsen und Bohnen sowie Nüsse, die unter anderem reich an Ballaststoffen und Eiweiß sind.

Vollkorn wählen

Vor 2017 wurde der Verzehr von reichlich Getreideprodukten empfohlen. Da mittlerweile jedoch erwiesen ist, dass Weißmehl das Abnehmen erschweren kann und im schlimmsten Fall die Entwicklung von Diabetes begünstigt, ist mittlerweile der klare Tenor: Wählen Sie bei Brot, Nudeln, Reis und Mehl Vollkorn!

Die ÖGE gibt hier noch eine empfohlene Menge von vier Portionen Getreide und Erdäpfel pro Tag an.

Gesundheitsfördernde Fette nutzen

Wie bereits hier geschrieben, wurde Fett lange Zeit verteufelt. Mittlerweile ist jedoch klar, dass Fett nicht per se schlecht ist, sondern zwischen Transfetten, gesättigten und ungesättigten Fettsäuren unterschieden werden muss. Daher lautet die Empfehlung gesundheitsfördernde Öle wie Rapsöl zu nutzen.

Auch rät die DGE nicht mehr dazu, fettarme Milchprodukte zu bevorzugen. Vollmilchprodukte wurden lange Zeit aufgrund des hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren als ungünstig für die Gesundheit betrachtet. Mittlerweile haben Studien aber gezeigt, dass das Fett offenbar sogar gut für Herz und Gefäße sein kann. Daher werden auch andere Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren nicht mehr grundsätzlich als schädlich beurteilt, sondern nach deren Zusammensetzung bewertet.

Die Cholesterin-Debatte

Eier nur in Maßen zu konsumieren, wurde vom DGE ebenfalls aus den Regeln gestrichen. Studien haben nämlich gezeigt, dass sich Cholesterin in der Nahrung bei den meisten Menschen nur unwesentlich auf den Cholesterinspiegel im Blut auswirkt. Der ÖGE empfiehlt weiterhin nur drei Eier pro Woche zu essen.

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass bei gesunden Menschen ein moderater Genuss von Eiern im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung nicht schädlich für die Herzgesundheit ist. Zielführender als ein „Eierverbot“ ist tatsächlich weniger andere Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren und Transfetten zu konsumieren.

Das gilt nach wie vor

Natürlich gibt es auch Ernährungsregeln, die nach wie vor Gültigkeit besitzen bzw. laufend durch wissenschaftliche Studien bestätigt werden. Dazu gehören:

  • Genießen Sie die Lebensmittelvielfalt! Ernähren Sie sich überwiegend pflanzlich und abwechslungsreich.
  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung mit tierischen Lebensmitteln. Milchprodukte sollten am besten täglich am Speiseplan stehen, Fisch ein- bis zweimal pro Woche. Bei Fleisch empfiehlt die DGE 300 bis 600 Gramm pro Woche. Die ÖGE gibt zwei bis drei Portionen pro Woche an.
  • Sparen Sie Zucker und Salz ein. Mit Zucker gesüßte Lebensmittel und Getränke gilt es zu vermeiden, während kreatives Würzen mit Kräutern und Gewürzen klar empfohlen wird.
  • Trinken Sie 1,5 Liter Wasser bzw. ungesüßten Tee pro Tag.
  • Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten schonend dazu. Die goldene Regel lautet: Garen Sie so lange wie nötig, aber so kurz wie möglich unter Verwendung von wenig Wasser und Fett.
  • Essen Sie achtsam und genießen Sie die Mahlzeiten. Lassen Sie sich beim Essen Zeit und gönnen Sie sich eine Pause.

Achten Sie auf Ihr Gewicht und bleiben Sie in Bewegung. Nicht nur regelmäßiger Sport, sondern auch ein aktiver Alltag sind förderlich für Ihre Gesundheit.

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Veröffentlicht unter GESUNDHEIT

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