Die nächsten Themen

Tipps für einen gesunden Rücken, die neuesten Gleitsichtbrillen, der große Pulsuhren-Vergleich und viel, viel mehr...

Die beliebtesten Beiträge

Tinnitus – Phantom im Ohr

Sara

Viele von uns haben es schon selbst erlebt: Völlig ohne Geräuscheinwirkung von außen surrt oder pfeift es im Ohr – oder gar im ganzen Kopf. Dieses Phantom-Geräusch wird Tinnitus genannt. Bei chronischem Tinnitus können auch Hörgeräte helfen.

Volkskrankheit Tinnitus

Das Mysterium Tinnitus ist im Grunde keine Krankheit, sondern ein Symptom, über dessen Ursachen die Medizin nach wie vor rätselt: Als klassischer Auslöser gilt das Knalltrauma. Weitere Verursacher können aber auch Geräusche unter der Lärmgrenze von 85 Dezibel sein, wenn die Geräuschkulisse störend wirkt. Die Österreichische Tinnitus Liga (ÖTL) schätzt die Zahl der von Ohrengeräuschen zumindest zeitweise Betroffenen auf bis zu eine Million Menschen in Österreich.

Tinnitus – Permanenter Ton

Tinnitus ist also keine Seltenheit. Laut Statistik hat jeder Sechste schon einmal dieses Pfeifen, Klingeln oder Dröhnen im Ohr am eigenen Leib erfahren. In der Regel hält es in den meisten Fällen nur kurz an und verschwindet von ganz alleine wieder. Doch für etwa 200.000 Österreicher werden die Symptome zum chronischen Zustand. Bis dato gibt es noch kein Patentrezept gegen Tinnitus. Hörgeräte können den Betroffenen jedoch helfen.

Tinnitus – Symptom mit vielen Ursachen

Aktuell werden ca. 430 verschiedene Erkrankungen mit Tinnitus in Verbindung gebracht. Angefangen von Hörsturz, Schwerhörigkeit, Mittelohrentzündung, Kopfverletzungen, Gebissfehlstellungen, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, zu hohem Blutdruck bis hin zu Allergien, Unverträglichkeiten gegenüber Medikamenten oder auch Probleme im Halswirbel- oder Kiefer-Nacken-Bereich können Probleme verursachen. Als weitere Ursache für den lästigen Dauerton kann aber auch „nur“ Stress verantwortlich sein.

Wann wird es problematisch?

Sollte der Ton nach dem ersten Auftreten innerhalb von drei Tagen nicht von selbst verschwinden, dann sollte der Betroffene einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Denn je früher eine Tinnitus-Behandlung beginnt, desto größer ist die Chance, dass aus dem akuten Ohrensausen kein chronisches Leiden wird. Von einem chronischen Tinnitus sprechen Mediziner dann, wenn dieser den Patienten länger als drei Monate plagt. Mediziner unterscheiden vier verschiedene Schweregrade. Sie reichen von „gut kompensiert“ und „nicht störend“ (Grad 1 und 2) bis zu einer extremen Beeinträchtigung der Lebensqualität im geistigen und körperlichen Bereich (ab Grad 3) und Berufsunfähigkeit (Grad 4).

Wann ist ein Hörgerät empfehlenswert?

Bei 70 Prozent der Tinnitus-Betroffenen ist zusätzlich auch noch eine leichte bis mittelgradige Schwerhörigkeit festzustellen. Dieser Gruppe kann ein Hörgerät helfen. Es lässt den Anwender nicht nur besser hören, sondern auch die Umgebungsgeräusche wieder klarer wahrnehmen. Dadurch wird das permanente Ohrgeräusch in den Hintergrund gedrängt, wird also überdeckt, und ist somit subjektiv nicht mehr hörbar. Dieser Vorgang wird „Maskierungsgeräusch“ genannt.

Soforteffekt und Langzeiteffekt eines Hörgeräts

Beim Soforteffekt zeigt sich, dass bereits wenige Sekunden nach dem Einsetzen des Hörgeräts der Tinnitus wesentlich leiser oder gar nicht mehr wahrgenommen wird. Als Langzeiteffekt (nach Wochen oder Monaten) erweist sich das unangenehme Geräusch im Ohr auch nach dem Herausnehmen des Geräts bei 90 Prozent der Patienten als wesentlich leiser oder wird als nicht mehr belastend empfunden.

Personalisierte Tinnitus-Hörgeräte vom Experten

Obwohl nur der Tinnitus-Betroffene das störende Klingeln oder Pfeifen wahrnimmt, lassen sich Frequenz und Lautstärke gemeinsam mit einem Experten bestimmen. Aufgrund dieser Information lässt sich in weiterer Folge ein Tinnitus-Hörgerät so programmieren, dass es ein permanentes Maskierungsgeräusch erzeugt. Dieses führt dazu, dass der Betroffene den Tinnitus nicht mehr hört.

Technologie gegen Tinnitus

Dank der Multiflex-Tinnitus-Technologie in den XINO-mRIC Hörgeräten, konnte durch den US-Hörgerätehersteller Starkey, ein Tinnitusmasker zur Geräuschproduktion geschaffen werden, den Hörgeräte- Akustiker individuell auf die Bedürfnisse des Nutzers einstellen können. Das Ergebnis dieses Prozesses ist eine personalisierte Geräuschtherapie zum Wohlbefinden der Betroffenen. Hörakustik-Profis wie Hartlauer unterstützen gerne mit kompetenter Beratung.

 

Getagged mit: , , , ,
Veröffentlicht unter HÖREN

0 Kommentare