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Salzen oder nicht Salzen, das ist hier die Frage

Sara

Jeder Vorgang in unserem Körper erfordert Salz bzw. seine Mineralstoffe in ionisierter Form. Dennoch nehmen wir durch Fertigprodukte und andere Nahrungsmittel unseres täglichen Lebens häufig zu viel Salz zu uns. Über die Folgen sind sich die Forscher aber nicht einig.

Das Dilemma mit dem Salz

Die richtige tägliche Salzdosis ist unter Wissenschaftlern strittig. Fakt ist allerdings, dass Männer im Schnitt 10 Gramm und Frauen 8,4 Gramm Salz pro Tag zu sich nehmen – deutlich mehr als die Weltgesundheitsorganisation (5 g) und die österreichische Gesellschaft für Ernährung (6 g) empfehlen.

Schuld daran sind unsere Essgewohnheiten: Besonders in Wurstwaren, Fertigprodukten, Käse und Gebäck versteckt sich nicht selten unnötiges Salz.

Fakten-Check

Immer wieder hört man über die Medien, dass zu viel Salz zu Bluthochdruck führen kann oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert. Eine zu geringe Salzaufnahme hingegen soll das Risiko für Infarkte und Schlaganfälle erhöhen. Keine dieser Studien konnte zweifelsfrei bestätigt werden – zum Teil, weil bestimmte Einflussfaktoren nicht bedacht und somit Ergebnisse möglicherweise verfälscht wurden.

Ganz neue Erkenntnisse aus diesem Jahr stellen viele der bisher bekannten Thesen zu Salz in Frage. So soll Salz gar nicht durstig machen, sondern vielmehr hungrig. Schuld soll ein Prozess in der Niere sein, der durch die Salzzufuhr zu einer erhöhten Harnstoffproduktion führt – das kostet viel Energie.

Wie Sie mit Salz richtig umgehen

Eine Verteufelung, aber auch eine eindeutige Empfehlung für Salz ist also mit heutigem Kenntnisstand schwierig. Solange nicht klar ist, wie sich Salz tatsächlich auf die Gesundheit auswirkt, halten sich die meisten Ernährungsexperten mit Empfehlungen zurück. Dennoch lässt sich sagen, dass Menschen mit Bluthochdruck generell weniger essen sollten. So wird automatisch nicht nur weniger Salz, sondern auch eine geringe Menge von Fett und Zucker aufgenommen – Faktoren, die im Verdacht stehen, Bluthochdruck zu fördern.

Allgemein gilt: Achten Sie beim Einkauf darauf, wie viel Salz sich in den Lebensmitteln tatsächlich versteckt. Selbst zu kochen, statt zu Fertigprodukten zu greifen, kann erheblich dazu beitragen, den empfohlenen Salzbedarf nicht zu überschreiten.

Tipp: Trainieren und erziehen Sie Ihren Gaumen, indem Sie nicht gleich zum Salzstreuer greifen – besonders nicht, wenn Sie noch gar nicht gekostet haben. Probieren Sie andere Salzquellen aus. Die wichtigen, in Salz enthaltenen Mineralien finden sich nämlich auch in vielen Wildpflanzen und Kräutern – da kann der Salzstreuer getrost im Kasten bleiben.

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Veröffentlicht unter GESUNDHEIT

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