Die nächsten Themen

Tipps für einen gesunden Rücken, die neuesten Gleitsichtbrillen, der große Pulsuhren-Vergleich und viel, viel mehr...

Die beliebtesten Beiträge

Plötzlicher Hörsturz – was tun?

Sara

Ein Hörsturz ist eine Art der Schwerhörigkeit, bei der es, ohne ersichtliche äußere Ursache, zu einer plötzlich eintretenden Hörminderung kommt. Bei einem gesunden Gehör wird der Schall im Ohr in Nervenimpulse für das Gehirn umgewandelt, was bei einem Hörsturz nicht der Fall ist. Häufig tritt der Hörsturz nur auf einem Ohr auf und ist nicht mit Schmerzen verbunden. Es kann zu einem geringen Hörsturz kommen, den der Betroffene meist gar nicht bemerkt. Er kann aber auch so stark sein, dass er zur völligen Taubheit führt. Niemand ist vor einem Hörsturz geschützt.

Was kann einen Ohrinfarkt auslösen?

In Österreich erleiden etwa 20 von 100.000 Einwohnern jährlich einen Hörsturz. Ein großer Teil davon ist um die 50 Jahre alt. Es erkranken Männer und Frauen etwa gleich häufig, Kinder sind fast nie betroffen. Ein Hörsturz kann plötzlich und ohne einen erkennbaren Grund ausgelöst werden. Es tritt meist eine einseitige Hörminderung, aufgrund einer Funktionsstörung der Sinneszellen im Innenohr auf. Diese kann dabei völlig unterschiedlich ausgeprägt sein und kann ebenfalls zu einer völligen Taubheit führen. Es können Tinnitus (Ohrensausen) und Schwindel gemeinsam auftreten – in seltenen Fällen kommt es zu Schmerzen, jedoch entsteht manchmal ein pelziges Gefühl rund um die Ohrmuschel. Wie es genau zu einem Hörsturz kommt, ist noch nicht genau bekannt.

Was kann man tun, damit man schnell wieder normal hören kann?

Zum Glück sind die Heilungsaussichten bei einem Hörsturz generell günstig. Bei bis zu 80% der Betroffenen bilden sich Schwerhörigkeit, Schwindel und Tinnitus auch ohne Behandlung schnell wieder zurück. In nahezu allen Fällen tritt schnell eine Besserung ein, gegebenenfalls kann man einen HNO-Facharzt aufsuchen. Je jünger die Patienten sind, desto besser sind die raschen Heilungschancen. Etwa 30% der Betroffenen erleiden im Verlauf ihres Lebens einen weiteren Hörsturz.

Hörsturz vorbeugen und Risiken senken

Da die genauen Ursachen der Hörprobleme noch nicht vollständig nachgewiesen sind, kann man einem Ohrinfarkt nur auf indirekter Weise entgegenwirken. Durchblutungsstörungen des Innenohrs, sowie Infektionskrankheiten zählen zu den Risikofaktoren und können einen Hörsturz verursachen. Infektionskrankheiten wie Masern und Borreliose, aber auch Grippe sollten richtig behandelt werden, um Folgeschäden für das Ohr zu vermeiden. Man sollte auch Lärm so gut es geht aus dem Weg gehen. Bei lauter Musik – beispielsweise auf Konzerten – helfen Ohrstöpsel, um die Lautstärke zu verringern. Auch Stress sollte man so gut wie möglich reduzieren, denn auch dieser kann ein Auslöser für einen Hörsturz sein – Meditationsübungen helfen gegen die Belastungen des Alltags.

Veröffentlicht unter HÖREN

0 Kommentare