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Kann mein Baby richtig hören?

Anja

Babys können bereits im Mutterleib die Stimme ihrer Mutter wahrnehmen und lernen wahnsinnig schnell, mit ihrer Hörfähigkeit umzugehen. Das ist auch wichtig, denn bevor die Kleinen zu sprechen beginnen, erlernen sie die Sprache Schritt für Schritt durchs Zuhören. Wenn ein Baby hingegen schlecht oder gar nichts hört, kann dies die Sprachentwicklung verzögern und damit tiefgreifende Auswirkungen auf die soziale Entwicklung haben.

Von 1.000 Kindern kommen ein bis drei gehörlos oder mit einer Hörstörung zur Welt. Knapp ein Drittel dieser Probleme sind vererbt, aber auch Infektionen wie Röteln oder Sauerstoffmangel bei der Geburt können Hörstörungen bzw. Taubheit verursachen.

Wie merke ich, ob mein Baby richtig hört?

Man könnte denken, dass es nicht schwierig ist, herauszufinden, ob ein Kind richtig hört. Doch Babys reagieren auf feinste Bewegungen, auf Luftzug und Erschütterungen, deshalb können sie Hörstörungen relativ lange ausgleichen. Früherkennung ist bei diesem Problem aber sehr wichtig. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Kinder, die bereits im ersten Lebensjahr ein Hörgerät oder Innenohr-Implantat bekamen, sprachlich ganz normal entwickelt haben.

Daher ist es empfehlenswert, dem Hörvermögen Ihres Kindes besondere Beachtung zu schenken. Das erste Mal passiert dies kurz nach der Geburt mit dem Neugeborenen-Hörscreening. Der Arzt führt diese Untersuchung durch, während das Baby schläft. Sie gibt erste Aufschlüsse über das Hörvermögen.

Da sich Hörstörungen auch nach der Geburt entwickeln können, ist es trotzdem nicht verkehrt, darauf zu achten, ob typische Entwicklungsschritte durchlaufen werden:

  • Unter drei Monaten ruft ein lautes Geräusch außer Sichtweite des Babys bereits eine erschreckte Reaktion hervor. Auch bei Lärm sollte es wach werden und sich allein durch die Stimme der Mutter beruhigen lassen.
  • Zwischen drei und sechs Monaten bewegt das Kind den Kopf oder die Augen hin zu interessanten Geräuschen oder Rufenden und freut sich über Dinge, die Geräusche machen.
  • Im Alter von sechs bis zehn Monaten folgt auch auf gewohnte Geräusche wie das Telefon oder den Staubsauger eine Reaktion. Ihr Baby lallt bereits und erprobt Stimmmelodien. Außerdem reagiert es auch in lauter Umgebung auf seinen eigenen Namen.
  • Um den ersten Geburtstag herum kann Ihr Baby bereits seine Lieblingslieder erkennen und wird versuchen, mitzusingen.

Sie können Ihr Kind auch zum Zuhören und Erkennen neuer Geräusche ermuntern, indem Sie ihm zum Beispiel Gute-Nacht-Lieder vorsingen und schon früh mit dem Vorlesen von Geschichten beginnen.

Wenn Sie sich Sorgen machen, ob Ihr Baby richtig hört, warten Sie am besten nicht lang ab, sondern sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt über Auffälligkeiten. Je früher ein Hörproblem erkannt wird, desto eher können Maßnahmen ergriffen werden und Ihr Kind bekommt rechtzeitig Hilfe.

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Veröffentlicht unter GESUNDHEIT, HÖREN

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