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Histaminintoleranz – was Wein, Käse & Co bewirken können

Sara

Eine Unverträglichkeitsreaktion auf Histamin äußert sich bei jedem anders und macht manchen Menschen das Leben schwer. Beschwerden können von einem vorübergehenden Schnupfen bis zu schweren Migräneanfällen unterschiedlich stark ausfallen. Bauchschmerzen, Hautausschlag, Herzklopfen und Schwindelgefühl treten nicht selten in Kombination auf.

Ungleichgewicht im Histaminhaushalt

Bei Histaminintoleranz handelt es sich um keine Krankheit, sondern um ein Ungleichgewicht im Körpersystem. Dieser Zustand entsteht durch ein Missverhältnis im Körper – es wird mehr Histamin zu sich genommen als abgebaut werden kann. Es kommt in vielen Nahrungsmitteln, wie Käse, Wein und Thunfisch vor. Histamin entsteht in eiweißreichen Lebensmitteln aus der Aminosäure Histidin unter Einwirkung von Mikroorganismen. Dies geschieht beispielsweise bei der bakteriellen Reifung von Käse. Auch bei der Herstellung von Wurst und Sauerkraut kommen die Mikroorgansimen zum Einsatz.

Histamin in der Nahrung

Grundsätzlich gilt: Je länger ein Lebensmittel reift oder gelagert wird, desto höher ist der Histaminanteil. Besonders bei Fertiggerichten, Konserven und Tiefkühlkost mit längeren Lagerzeiten ist der Gehalt an Histamin dementsprechend hoch. Menschen mit einer Histaminintoleranz sollten daher auf frische und möglichst unverarbeitete Lebensmittel achten. Wein (insbesondere Rotwein) enthält wegen seinem Gärungsprozess besonders viel Histamin, ebenso bestimmte Biersorten und Sake. Räucherwaren wie Salami, Schinken, Räucherfisch und Sauerkraut gehören zu den histaminreichen Lebensmitteln. Auch Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Hülsenfrüchte oder Weizenkeime sollten Sie bei einer Intoleranz vermeiden. Achten Sie bei Ihrer täglichen Ernährung deshalb auf die gezielte Einnahme von qualitativ hochwertigen, nährstoffreichen und abwechslungsreichen Nahrungsmitteln, die Ihren Körper optimal versorgen.

Histaminhaltige Nahrung ist in der Regel unbedenklich

Histamin wird im Körper produziert und kann auch über die Nahrung in den Körper gelangen. Der Verzehr von histaminhaltiger Nahrung ist für uns prinzipiell ungefährlich, da der Stoff normalerweise vom Körper abgebaut werden kann. Bei der Histaminintoleranz spricht man von einer sogenannten „Pseudoallergie”, obwohl die Betroffenen über allergieähnliche Symptome klagen. Anders als bei einer „richtigen” Allergie, ist das Immunsystem bei einer „Pseudoallergie” nicht involviert. Dennoch können die Beschwerden genauso intensiv sein. Bei Patienten, die sowohl an Allergien als auch an einer Histaminintoleranz leiden, sind die Symptome schwerer unter Kontrolle zu bringen.

Fazit: Bei der Histaminintoleranz gilt es, jene Nahrungsmittel, die Beschwerden verursachen, fürs Erste einige Zeit konsequent zu meiden. Deshalb sollte besonders auf eine reine, frische Küche geachtet werden. Es ist ratsam eine vierwöchige Diät ohne Histamin einzuhalten. Für Personen mit Histaminintoleranz lohnt sich der Aufwand, um die wahren Übeltäter zu finden. Dem Darm wird damit auch eine Erholungsphase gegönnt.

 

 

Veröffentlicht unter GESUNDHEIT

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