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Geistig fit durch bestes Hören

Sara

Viele wissen: Regelmäßige Vorsorge ist ein wichtiger Aspekt, um körperlich lange aktiv zu bleiben. Was viele nicht wissen: Wer gut hört, bleibt länger geistig fit. Aktuellen Studien zufolge ist ein gutes Hörvermögen wichtig, um geistig aktiv zu bleiben und Demenz vorzubeugen.

Geniales Duo: Gehör & Gehirn

Ein Hörtest bietet die ideale Vorsorge, um auf lange Sicht geistig fit zu bleiben. Der Grund dafür ist überraschend einfach: Wer rechtzeitig etwas Gutes für sein Gehör tut, verhindert, dass das Gehirn im Laufe der Zeit verlernt, bestimmte Töne zu erkennen. Denn: Klänge kommen zwar als Erstes in den Ohren an, das tatsächliche Verstehen passiert jedoch im Gehirn. Je weniger das Gehör empfangen kann, desto mehr muss sich das Gehirn anstrengen. Und zwar um die Töne zu verarbeiten und ihnen einen Sinn zu geben.

Wenn das Gehirn also aufgrund eines Hörverlusts einer andauernden Mehrbelastung ausgesetzt ist, um Hördefizite auszugleichen, kann es zu einem Nachlassen anderer Hirnfunktionen kommen. Die Folge: Wir sind schneller müde und erschöpft. Unser Gehirn kann sich weniger auf die wahren Herausforderungen konzentrieren.

Richtig zuhören

So gibt es Menschen, die scheinbar einem Gespräch folgen. Wenn sie aber konkret gefragt werden, müssen sie zugeben, „nicht richtig zugehört“ zu haben. Das passiert, wenn einzelne Wörter nicht vollständig verstanden werden, obwohl laut genug gesprochen wird. Gutes Hören ist damit auch eine wichtige Voraussetzung, um in Kontakt mit anderen Menschen zu bleiben. Wer gut hört, kann aktiv am Leben teilnehmen und sich einbringen. Soziale Isolation ist dann kein Thema.

Aktives Leben

Neueste Studien zeigen sogar einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Hörverlust und Demenz. Hier kann mit Hörgeräten dagegen gearbeitet werden. Das Gehirn kann wie ein Muskel trainiert werden. Je mehr man es beansprucht, desto besser funktioniert es. Je länger kognitive Fähigkeiten (z.B. Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Lernen, Orientierung, Erinnerung, Problemlösen, Argumentation) erhalten bleiben, desto länger kann mein aktives und selbstbestimmtes Leben führen.

Französische Langzeitstudie

Den Zusammenhang zwischen schlechtem Hören und kognitivem Verfall hat eine französische Langzeitstudie bewiesen. 3670 zufällig ausgewählte Personen ab 65 Jahren haben daran teilgenommen. Ab 1989/1990 wurde 25 Jahre lang regelmäßig untersucht, wie sich das Hörvermögen auf die Gehirnleistung auswirkt. Die Professorin Hélène Amieva und ihr Team konnten nachweisen, dass Schwerhörigkeit tatsächlich mit einem beschleunigten kognitiven Verfall bei älteren Erwachsenen einhergeht. Gleichzeitig wurde beobachtet, dass diese Wechselwirkung bei Untersuchungsteilnehmern mit Hörgeräten ausblieb. Ihre Werte waren identisch mit denen der nicht schwerhörigen Kontrollgruppe.

Die Studie zeigt somit, dass Hörverlust zwar nicht der Auslöser von Demenz ist, aber dass die psychischen und sozialen Auswirkungen einer Schwerhörigkeit schwerwiegend sind. Wer mit der entsprechenden Hörhilfe entgegenwirkt, kann durch die aktive Teilnahme am sozialen Leben langfristiger und effizienter das Gehirn anregen.

Regelmäßiger Hörtest lohnt sich

Trotzdem ist es oft immer noch so: Wer schlecht sieht, geht sofort zum Augenarzt oder Optiker. Wer schlecht hört, scheut den Gang zum HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker. Wer schlecht hört, kann sich allerdings auch nicht mehr auf seine Sinne verlassen und beginnt, sich zurückzuziehen. Warum eigentlich? Hörgeräte sind eine einfache Lösung, um geistig aktiv zu bleiben und „mitten im Leben“ zu stehen.

Es ist also einfach: Je früher man entdeckt, dass jemand schlecht hört, desto besser. Deshalb sollte man regelmäßig zum Hörtest. Ärzte und Hörspezialisten wie Hartlauer bieten professionelle Hörtests kostenlos an.

Ein jährlicher Besuch beim HNO-Arzt oder Hörgeräte-Akustiker ist ein guter Beitrag zur gesundheitlichen Vorsorgeuntersuchung und sollte deshalb zur Routine werden.

 

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