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E-Nummern auf dem Prüfstand

Anja

E-Nummern haben keinen besonders guten Ruf, denn Lebensmittelzusatzstoffe können Krankheiten auslösen und zu Allergien führen. „E-Nummern“ bezeichnen Lebensmittelzusatzstoffe, die in der Europäischen Union zugelassen sind. Zusatzstoffe nehmen Einfluss auf die Beschaffenheit, Eigenschaften oder Wirkung von Lebensmitteln. Dazu werden sie in verschiedene Kategorien eingeteilt. Verdickungsmittel verändern beispielsweise die Beschaffenheit, Farbstoffe das Aussehen, Konservierungsmittel die Haltbarkeit, Geschmacksverstärker den Geschmack und Zuckeraustauschstoffe werden als Zuckerersatz verwendet.

Bedenkliche Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Lebensmittelzusatzstoffe machen Chips knusprig und den Joghurt cremig. Sie färben den Rhabarbersaft rosa und sorgen dafür, dass der Schinken lange hält. Gerade bei Fertigprodukten findet man in der Zutatenliste eine Reihe von E-Nummern. Manche davon sollte man mit Vorsicht genießen – gerade Allergiker sollten aufpassen. Denn nicht alle E-Nummern sind vollkommen unbedenklich.

Die Entscheidung über die Lebensmittelsicherheit fällt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA. Sie bewertet, ob Zusatzstoffe den Verbraucher im Hinblick auf die Qualität des Produktes täuschen können. Es kommt zu einer Zulassung, wenn der Stoff von der EFSA als gesundheitlich unbedenklich eingestuft wird.

Glutamat – nein danke

Die Verbraucherzentrale rät bei einer Reihe von E-Nummern vom Konsum ab, bei anderen warnt sie vor zu hohem Konsum. Zum Beispiel sollte Glutamat, wenn möglich, gemieden werden. Denn es spielt als Botenstoff im Gehirn eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel. Als Geschmacksverstärker eingesetzt, kann es bei einigen wenigen Menschen Pseudoallergien auslösen. Da allerdings keine gezielte Abwehrreaktion entsteht, lassen sich Pseudoallergien nicht über einen Allergietest nachweisen. Auch bei den Zellen des Immunsystems kann es zu Entzündungen kommen.

Bio als Alternative

Gerade bei Kindern und ihrem geringeren Körpergewicht ist besonders auf die Ernährung zu achten. Bei einer einseitigen Ernährung werden häufiger Produkte mit einem hohen Anteil an Zusatzstoffen zu sich genommen. Die gute Nachricht ist, es gibt auch Produkte frei von Zusatzstoffen.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte eine einfache Regel beachten: Am besten zu frischen Bioprodukten greifen und selbst kochen. Sie enthalten höchstens ein Zehntel der ansonsten eingesetzten Zusatzstoffe und künstliche Farbstoffe sind komplett tabu. Wer selbst kocht, nimmt eine vergleichsweise minimale Menge an Zusatzstoffen pro Mahlzeit zu sich. Frisches Obst und Gemüse sind besonders zu empfehlen – ausgenommen gewachste Äpfel und oberflächenbehandelte Südfrüchte. Milch, Eier, Getreide, getrocknete Nudeln, Reis (Achtung bei Schnellkochreis), Nüsse, Honig und Kaffee enthalten keine Zusatzstoffe – genauso wie Mineralwasser und einige andere Produkte.

Tipp: Gehen Sie als Konsument bewusster einkaufen, beachten Sie die Hinweise auf den Verpackungen und setzen Sie vermehrt auf frische Lebensmittel der Region. Bioprodukte sind längst nicht mehr so teuer, denn Supermärkte produzieren bereits eigene preiswerte Bio-Linien und sind somit eine gute Alternative zu den industriell gefertigten Produkten. Gesunde Ernährung muss nicht immer teuer sein.

Veröffentlicht unter GESUNDHEIT

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